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18.10.2010

Neues vom Zins- u. Immobilienmarkt

Dollar löst Euro als schwächste Währung ab 

Schwache Konjunkturdaten, steigende Staatsschulden und Unruhe im Obama-Kabinett zeigen seit Wochen klare Auswirkungen auf den Wert des US-Dollars. Nicht nur gegen die schon seit längerem starken Rohstoffwährungen, sondern selbst gegen den noch vor kurzem als klinisch tot bezeichneten Euro verliert die US-Währung zunehmend an Wert. Mit einem Kurs von 1,37 gegen den Euro notiert der Dollar inzwischen 16 Prozent unter dem Wert, den wir noch Anfang Juni auf dem Höhepunkt der Euro-Vertrauenskrise gesehen haben. Damals wurde von vielen Analysten die Gleichstellung zwischen Euro und Dollar innerhalb weniger Wochen erwartet. Davon ist nichts mehr zu spüren und zu hören. Den Investoren ist inzwischen klar geworden, wo das derzeit wirklich schwächste Glied in der Kette der großen Volkswirtschaften sitzt - nämlich in den USA. Das amerikanische Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr, nachdem 70 Prozent des Bruttosozialprodukts vom kreditfinanzierten privaten Konsum gestellt werden. Aber genauso steht der große Gewinner der letzten Jahre, die Volksrepublik China, mit nur 35 Prozent Privatkonsum aber 65 Prozent Investitionen und Exporten, vor enormen Herausforderungen. Kein Wunder, dass daher gerade zwischen diesen beiden Nationen eine Auseinandersetzung über den richtigen Wechselkurs und über potentiellen Maßnahmen läuft. Die USA haben sich offenbar für eine Weichwährungspolitik entschieden. Damit entwerten sie nach und nach auch die Dollar-Anlagen ihrer Gläubigerländer - allen voran China und Japan. Vor diesem Hintergrund wird der Euro plötzlich wieder stärker. Auch wenn das die Exporte der Europäer schwieriger macht, so scheint doch der Produktmix und der hohe Innovationsgrad Europas für eine recht positive Entwicklung zu sorgen. Keineswegs sollte man die Probleme einzelner Staaten in Euroland  kleinreden. Tatsache ist aber auch, dass Europa bisher recht gut mit den Herausforderungen zurechtkommt. Dafür sollte man die Politik und die Europäische Zentralbank auch mal loben.

Für die nächsten Wochen erwarten wir Schwankungen bei den Kapitalmarktzinsen, die sich - gemessen an den Zinssätzen für zehnjährige Pfandbriefe - in einer Bandbreite zwischen 2,65 und 2,90% bewegen sollten. Besonders an starken Tagen am Anleihemarkt sollten Kunden die Gunst der Stunde nutzen und ihre Konditionen festzurren. Für Anschlussfinanzierer bieten die aktuell historisch niedrigen Zinsen weiterhin eine ausgezeichnete Chance, die Konditionen langfristig günstig festzuschreiben und für Kalkulationssicherheit bis zur endgültigen Schuldenfreiheit der Immobilie zu sorgen. Gefragt sind derzeit besonders Laufzeiten von 10 und 15 Jahren und auch sogenannte Volltilgerdarlehen, die einen durchgehenden Zinssatz bis zur endgültigen Rückzahlung bieten. Die höher festgelegte Tilgung verkürzt dabei die Gesamtlaufzeit und gewährt in einer steilen Zinskurve klare Konditionsvorteile. 

Wir stehen jederzeit gerne zur individuellen Beratung zur Verfügung.



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