CR Immobilien :: Immobilien rund um den Bodensee - Unteruhldingen

 
30.03.2009

Erbschaftssteuerreform - Details

Das Bundesverfassungsgericht hält das bisherige Recht für verfassungswidrig, weil an unterschiedliche Vermögensarten unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe angelegt werden. Hierdurch werden z.B. Immobilien günstiger bewertet als Barvermögen, was dazu führt, dass Immobilien-Erben weniger Erbschaftsteuer zahlen müssen als Erben von Bargeld, Aktien usw. Diese Ungleichbehandlung müsse beseitigt werden.

Die Reform war nach diversen politischen Auseinandersetzungen ins Stocken geraten. Am 6. November haben sich schließlich die Spitzen der großen Koalition auf einen Kompromiss geeinigt. Strittig war bis dahin insbesondere, wie selbst genutztes Wohneigentum steuerlich behandelt werden soll. Der Bundestag hat der Reform am 27. November, der Bundesrat am 5. Dezember zugestimmt. Am 31. Dezember wurde die Neuregelung im Bundesgesetzblatt verkündet, so dass sie am 1.1.2009 in Kraft getreten ist.

Die Erbschaftsteuerreform ist geprägt durch drei wesentliche Elemente: Völlige Neufassung der wesentlichen Bewertungsvorschriften, Neuregelung der Begünstigungsregelungen und strukturelle Veränderungen bei Freibeträgen und Steuertarif. Die einschneidendsten Veränderungen werden sich bei den Bewertungsvorschriften ergeben, da getreu den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts alle Vermögenswerte mit einem zumindest dem Verkehrswert nahe kommenden Wert angesetzt werden müssen. Dies trifft nun insbesondere auch das Immobilienvermögen, weshalb die Reform für jeden Grundeigentümer von größtem Interesse ist.



« zurück