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18.05.2009

Erbschaftsteuerreform - Die häufigsten Fragen

1. Ab wann kommt das neue Recht zur Anwendung?
Das neue Recht ist zum 1.1.2009 in Kraft getreten.
 
2. Gibt es ein Wahlrecht?
Bei Erbfällen soll es für den Zeitraum vom 1.1.2007 bis zum Inkrafttreten des Gesetzes die Möglichkeit geben, sich wahlweise für das neue oder auch das bisherige Recht zu entscheiden (antragsgebundenes Wahlrecht). Das Wahlrecht soll nur bei Erbfällen beantragt werden können, nicht hingegen bei Schenkungen. Allerdings können die neuen (höheren) persönlichen Freibeträge nicht genutzt werden. Es werden immer nur die schon bisher gültigen persönlichen Freibeträge angesetzt.
 
3. Wie sollen zukünftig eingetragene Lebenspartner bei der Erbschaftsteuer behandelt werden?
Nach bisherigem Recht wurden eingetragene Lebenspartner wie fremde Dritte behandelt. Dementsprechend konnten sie nur einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 5.200 EUR geltend machen. Darüber hinaus kam für sie auch nur der ungünstige Steuersatz für die Steuerklasse III zur Anwendung. Nach neuem Recht können eingetragene Lebenspartner einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 500.000 EUR (wie Ehegatten) beanspruchen. Die Eingruppierung in die Steuerklasse III ändert sich hingegen nicht.
 
4. Wie sieht die künftige Bewertung von Grundvermögen aus?
Bewertungsmaßstab ist zukünftig der gemeine Wert. Der Wert eines unbebauten Grundstücks ermittelt sich nach der Fläche und den jeweils aktuellen Bodenrichtwerten. Dies gilt auch schon nach derzeitigem Recht. Bebaute Grundstücke sind entweder nach dem Vergleichswertverfahren, dem Ertragswertverfahren oder dem Sachwertverfahren zu bewerten.
 
5. Wie sollen Erbbaurechtsverhältnisse zukünftig bewertet werden?
Ist das Grundstück mit einem Erbbaurecht belastet, sind die Werte für die wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts und für die wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks gesondert zu ermitteln. Bei der Wertermittlung sind neben dem Bodenwert und des Gebäudewerts bei bebauten Grundstücken die Höhe des Erbbauzinses, die Restlaufzeit des Erbbaurechts und die Höhe der Gebäudeentschädigung angemessen zu berücksichtigen.





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